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Netzdrossel

Der übliche Einsatz dieser Drosseln erfolgt am Netz in Reihenschaltung zum Verbraucher. Es sind 1-phasige und 3-phasige Ausführungen verfügbar. Folgende wichtige Schutzfunktionen werden erzielt:

  • Dämpfung von Oberschwingungsströmen, resultierend aus dem frequenzabhängigen induktiven Widerstand
  • Anlaufstrombegrenzung für den Verbraucher und somit geringerer Bauteilestress z. B. bei Gleichrichterschaltungen
  • Gewährleistung der häufig von den EVUs (Elektroversorgungsunternehmen) geforderten Kurzschlussspannung UK von 4 % zum Netz

Beispiel: An einem 3-phasigen Netz von
3 x 400 V/50 Hz stehen bei Bemessungsstrom (z. B. 4 A) und Bemessungsfrequenz (z. B. 50 Hz) einer Drossel mit UK = 4 % noch 96 % der Netzspannung (3 x 384 V) am Verbraucher (ohmscher Widerstand) zur Verfügung. Der Bemessungsspannungsfall jeder Phase an der Drossel beträgt 16 V x 1/w3 = 9,2 V und die Bemessungsinduktivität errechnet sich zu

 

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Für die Bemessungsfrequenz (Grundschwingung) errechnet sich der induktive Widerstand zu

 

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Idealisiert betrachtet werden Oberschwingungsströme gegenüber der Grundschwingung (1. Harmonische = 50 Hz) um den Faktor der Ordnungszahl (z. B. 3. Harmonische = 150 Hz = Faktor 3) reduziert. Hierzu sollten jedoch die Aussagen zum „Frequenzverhalten“ von Drosseln berücksichtigt werden.

B = Bemessung             pP = pro Phase